4a fibermap ist eine Software, die das Übertragen der Faserorientierung aus einer rheologischen Simulation (z.B. Moldflow, Moldex3D) in eine Struktursimulation (z.B. LS-Dyna, Abaqus) ermöglicht. Es können neben der Faserorientierung aber auch Temperaturen, Drücke und zeitabhängige Ergebnisse übertragen werden.

In einem spritzgegossenen Bauteil treten in der Regel Bereiche auf, die einer Platte oder einem stark orientierten Bereich (unidirektionaler Bereich) ähnlich sind. Diese Bereiche unterscheiden sich vor allem in der Faserorientierung über der Dicke des Bauteils.

Die resultierende Faserorientierung in einem Bauteil bedeutet eine Vielzahl an lokalen Anisotropien, die in der Struktursimulation berücksichtigt werden muss, um ein möglichst genaues und realitätsnahes Simulationsergebnis berechnen zu können.

Da in der Spritzguss-Simulation und in der Struktursimulation die Koordinatensysteme in der Regel unterschiedlich sind und die Bauteile somit unterschiedlich im Raum liegen, müssen für eine korrekte Übertragung der Faserorientierung die Bauteile richtig überlagert werden. 4a fibermap ermöglicht dies einerseits über einen automatischen Fit, andererseits über Eingabe von Koordinaten von Bezugspunkten. Als FE-Netz werden derzeit LS-Dyna, Abaqus und Nastran unterstützt.

Leistungsmerkmale von 4a fibermap

  • Auslesen aller Ergebnisse einer rheologischen Simulation von Moldflow oder Moldex3D (Faserorientierung, Temperaturen, Drücke und zeitabhängige Ergebnisse)
  • Räumliche Überlagerung der Bauteile aus der rheologischen Simulation und Struktursimulation
  • Unterstützung der FE-Solver LS-Dyna, Abaqus und Nastran
  • Anzahl der Integrationspunkte im FE-Solver beliebig
  • Steuerung der Ausgabe für den FE-Solver über Templates möglich

 

Nähere Informationen gibt es hier:

Möglichkeiten und Grenzen der integrativen Simulation von kurz- und langglasfaserverstärkten Kunststoffen

Integrative Simulation von kurzfaserverstärkten Thermoplasten am Beispiel einer Tankklappe